Januar 2026

Monatskommentar Keynote Spin-Off Fund

Die globalen Aktienmärkte konnten zum Jahresauftakt an den positiven Trend des vergangenen Jahres anknüpfen. Der MSCI World Net Total Return Index legte im Januar um 1.42 % zu,während sichder MSCI World SMID Cap Net Total Return Index um 3.59 % verbesserte. Der Keynote Spin-Off Fund (KSOF) avancierte im Berichtsmonat um 3.60 % (alle Performanceangaben in USD).

Ein robustes makroökonomisches Umfeld in den USA stützte die Rallye mit einem stärker als erwarteten Produktionswachstum, einer beschleunigten Kreditvergabe und einer wieder anziehenden Industrieproduktion. Das Anlageumfeld bleibt vorteilhaft für Aktien. 2026 dürfte eine weitere Lockerung der Geldpolitik bevorstehen, die mit einem Wechsel im Fed-Präsidium einhergeht. Disinflationäre Kräfte überwiegen und der politische Fokus liegt zunehmend auf einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt. Gleichzeitig dürften fiskalpolitische Massnahmen das Wachstum anschieben. Die Zahlen der angelaufenen Berichtssaison sind bisher positiv ausgefallen und liegen über den Erwartungen. Parallel zeigt sich aber auch eine Neuausrichtung der Erwartungen an den Technologiesektor, da die Anleger die enormen Kapitalausgaben und die disruptiven Auswirkungen von KI zunehmend hinterfragen. Der aktuelle Kursrückgang der IT-Aktien relativ zum Leitindex S&P 500 ist der stärkste seit der Tech-Rezession von 2022 und ausserhalb der DeepSeek/Liberation-Day-Phase. Trotz des hohen Gewichts des Technologie-Sektor führt dies nicht zu einer allgemeinen Baisse – vielmehr fliesst das Kapital zunehmend in andere Segmente.

Unabhängig von der allgemeinen Konjunktursituation liegt der Fokus des Keynote Spin-Off weiterhin darin, die Marktineffizienzen im Spin-Off-Segment zu identifizieren und auszunutzen. Spin-Offs starten häufig mit einem Bewertungsabschlag. Dieser ist jedoch meist nur temporär, denn qualitativ hochwertige Spin-Offs weisen in der Regel ein langfristig überdurchschnittliches Wachstum von Gewinnen und Cashflows auf und entwickeln sich damit positiver als der Gesamtmarkt. Zugleich sind sie häufig weniger konjunkturabhängig und verfügen über ein im Vergleich zur Peergroup begrenzteres Abwärtsrisiko. Mit fortschreitenden operativen Verbesserungen und steigenden Margen ist mittelfristig – und weitestgehend unabhängig von der allgemeinen Börsenlage – im Einzelfall jeweils eine Neubewertung durch den Markt zu erwarten.

Positive Beiträge zur Fondsperformance lieferten im Januar Accelleron (+1.55 %), GPGI (+0.73 %) und Honeywell (+0.66 %). Accelleron zeigt klar, wie sich ein in die «Freiheit entlassener» Spin-Off entfalten kann. Als Innovationsführer richtet sich das Unternehmen auf den strukturellen Trend der Dekarbonisierung aus, denn auch für alternative Antriebe (Wasserstoff, Ammoniak, Methanol) sind Turbolader unverzichtbar. Neue Motoren werden mit Dual-Fuel-Motoren ausgestattet und diese brauchen zwei Einspritzsysteme und flexible Turbolader, was wiederum regelmässigen Service erfordert. Zudem finden die Lösungen von Accelleron vermehrt Einsatz in Datencentern, denn für die sichere Energieversorgung dieser Zentren sind Notstromsysteme notwendig. Nach der Übernahme von Husky Technologies wandelte sich CompoSecure in GPGI («Great Positions in Good Industries») – eine diversifizierte, multi-industrielle Plattform. Die Transaktion wird im ersten vollen Geschäftsjahr nach Abschluss zu einer Steigerung des bereinigten verwässerten Gewinns je Aktie um mehr als 20 % führen. GPGI weist einen hohen Anteil wiederkehrender Umsätze (rund 70 %) sowie hohe Margen und robuste freie Cashflows auf, was die Stabilität des Geschäftsmodells unterstützt. Eine erwartete Free-Cashflow (FCF)-Rendite von 7.5 % für 2026 erscheint vor diesem Hintergrund sehr attraktiv. Nach der Ausgliederung der Grundstoffsparte vergangenes Jahr hat bei Honeywell ein Neubewertungsprozess begonnen, der 2026 mit der Separierung des Aerospace-Geschäftes von der Automationssparte an Dynamik gewinnen wird. Auch in diesem Falle steht weniger das allgemeine Marktumfeld, sondern vielmehr unternehmensspezifische Faktoren im Vordergrund.

Negative Performance-Beiträge lieferten im Berichtsmonat Amrize (-0.39 %), NCR Atleos (-0.30 %) und Knife River (-0.22 %). Sowohl die Aktien von Amrize, als auch jene von Knife River werden aktuell durch die anhaltenden Unsicherheiten um den US-Häusermarkt belastet. Allerdings handelt es sich in beiden Fällen um asymmetrische Spin-Off-Situationen, die weniger zyklisch sind, als dies der Markt annimmt. Beide Unternehmen profitieren von hohen Markteintrittsbarrieren und starker Preissetzungsmacht, welche sie vor Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken schützen. Unterstützt durch anhaltende Infrastrukturinvestitionen ist in den kommenden Jahren mit stetigem Wachstum und sich ausweitenden operativen Margen zu rechnen, die zu einer Neubewertung führen werden. Vor einer Neubewertung dürfte auch NCR Atleos stehen, bei der wir die Kursschwäche für Zukäufe nutzten. Trotz starker operativer Verbesserungen bewegt sich die Aktie unter dem Radar der Anleger und wird zwei Jahre nach dem Spin-Off nur von vier namhaften Analystenhäusern abgedeckt. Die mangelhafte Kapitalallokation und die fehlende Fokussierung auf das Kerngeschäft mit Geldautomaten innerhalb des alten NCR-Konglomerats sind passé. Die Umstellung des Umsatzmixes von Hardware und einfacher Reparatur- und Wartungsarbeit hin zu margenstarken und gut sichtbaren ATMaaS-Umsätzen (ATM as a Service) wird sich in den kommenden Quartalen zeigen, wodurch sich der massive Bewertungsdiscount abbauen wird.


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Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.

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Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.

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