Februar 2026

Monatskommentar Keynote Spin-Off Fund

Die globalen Aktienmärkte setzten im Februar ihren Aufwärtstrend fort. Der MSCI World Net Total Return Index legte im Berichtsmonat um 1.03 % zu, während sich der MSCI World SMID Cap Net Total Return Index um 3.97 % verbesserte. Mit einer Avance von +4.70 % zeigte der Keynote Spin-Off Fund (KSOF) erneut eine Outperformance gegenüber den Aktienindizes (alle Performanceangaben in USD).

Die Nachrichtenlage sorgte an den globalen Aktienmärkten für ein volatiles Umfeld. Während auf Indexebene kaum Bewegungen erkennbar waren, gab es unter der Oberfläche massive Ausschläge: 30 % der Aktien im S&P 500 Index zeigten im Februar Kursbewegungen von ±10 %. Erneute Bedenken hinsichtlich der Investitionspläne der Hyperscaler und die Schockwellen um die verbesserte Claude Cowork-Plattform von Anthropic brachten diverse Aktien unter Druck. Die Befürchtung: Neue KI-Anwendungen werden die Geschäftsmodelle ganzer Industriegruppen infrage stellen, von Softwarefirmen über Versicherungen bis hin zu Logistikunternehmen. Die geopolitischen Spannungen im Mittleren Osten verstärkten die Rotation und begünstigten v. a. Energie- und Rohstoffwerte sowie den defensiven Konsumgütersektor.

Der Oberste Gerichtshof erklärte im Februar Trumps verhängte Zölle für verfassungswidrig – wir hatten diesem Szenario bereits vergangenen April die höchste Wahrscheinlichkeit eingeräumt. Die USA führten die höchsten Zölle seit 90 Jahren ein, aber das brachte weder die US-Ökonomie noch die Weltwirtschaft zum Einsturz. Es gab weder eine Rezession noch einen Inflationsschock. Es gab keinen nachhaltigen Anstieg der langfristigen Zinsen und die Gewinnmargen der Unternehmen brachen ebenfalls nicht ein. Was sollten Anleger daraus mitnehmen? «Headline Risks» in den Medien resultieren nicht notwendigerweise in Gewinnrisiken für Unternehmen, sondern können Kaufgelegenheiten schaffen, wenn Anleger bereit sind, den «Makrolärm» zu ignorieren, sich auf die Fundamentaldaten zu fokussieren und ihren Anlagehorizont nicht auf wenige Tage oder Wochen zu verengen, sondern stattdessen das langfristige Bild im Auge zu behalten.

Positive Beiträge zur Fondsperformance lieferten im Januar Amrize (+1.82 %), Knife River (+1.27 %) und NCR Atleos (+1.22 %). Amrize legte im Februar ein solides Zahlenset vor und wartete mit einem erfreulichen Ausblick auf. So wird im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 4 bis 6 % auf 12.3 bis 12.5 Mrd. USD angepeilt sowie eine Steigerung des adjustierten Ebitda (Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisation) um 8 bis 11 % auf 3.25 bis rund 3.35 Mrd. USD, was einer Marge von 26.6 % entsprechen würde. Amrize generierte 2025 einen starken freien Cashflow von 1.5 Mrd. USD und dank der tieferen Nettoverschuldung (3.44 Mrd. USD, das 1.1-fache des bereinigte Ebitda) wird eine ordentliche Dividende sowie eine einmalige Sonderdividende von 0.44 USD pro Aktie ausgeschüttet. Gleichzeitig wird das Unternehmen in den nächsten 12 Monaten bis zu 1 Mrd. USD an eigenen Aktien zurückkaufen. Knife River profitierte ebenfalls von hervorragenden Jahreszahlen. So stieg der bereinigte Ebitda um 7 %, gleichzeitig konnte das Unternehmen einen Rekordauftragsbestand von 1 Mrd. USD zu Beginn des Jahres 2026 vermelden, ein Anstieg um 38 % gegenüber dem Vorjahr. Knife River verzeichnete eine 9-%ige Verbesserung der Zuschlagstoffpreise und blickt zuversichtlich ins neue Geschäftsjahr. NCR Atleos meldete starke Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025, welche die Erwartungen bei allen Kennzahlen erreichten oder übertrafen. Im Mittelpunkt stand aber die Übernahme durch den Konkurrenten Brinks, welcher jede ausstehende Aktie von NCR Atleos für 30 USD in bar und 0,1574 eigene Stammaktien erwerben wird. Gegenüber dem Schlusskurs vom 26. Februar beläuft sich die Prämie auf rund 20.5 %.

Negative Performancebeiträge lieferten im Berichtsmonat Fortrea (-1.57 %), Resolute Holdings Management (-0.70 %) und S&P Global (-0.64 %). Die Aktie von Fortrea stand schon vor Bekanntgabe der eher schwachen Zahlen unter Druck. Der CRO-Sektor (Contract Research Organizations) ist aktuell immer noch von schwächeren Buchungen und vorsichtigerer Ausgabebereitschaft der Kunden betroffen. Wir hatten die Aktie bereits letztes Jahr in die Stärke hinein reduziert und werden die weiteren operativen Entwicklungen beobachten. Bei Resolute Holdings Management gab es keine wesentlichen Meldungen, aber nach der Kursvervielfachung über die letzten 12 Monate dürfte eine Konsolidierungsperiode angebracht sein. S&P Global stand wegen potenzieller KI-Risiken unter Abgabedruck. Wir sehen S&P Global hingegen als KI-Profiteur und haben die Kursschwäche genutzt, um die Position zu erhöhen. Große Teile ihres Geschäfts – etwa Ratings, Indizes und Platts-Preisbenchmarks – beruhen auf regulatorischer Verankerung, Markenvertrauen und proprietärem IP, die durch KI nicht ersetzbar sind. Zugleich dürfte der Einsatz von KI die Datenerhebung günstiger machen und für Margensteigerungen sorgen.

Wir trennten uns aus Bewertungsgründen von TechnipFMC – dies, nachdem sich der Kurs seit Kauf vor zwei Jahren verdreifacht hatte. Im Gegenzug wurde eine neue Position in einem Industrieunternehmen aufgebaut, das sich in der zweiten Jahreshälfte in zwei Unternehmen aufspalten wird.

Unser Ansatz bleibt unverändert: Wir identifizieren «Bottom-Up» Spin-Off-Situationen mit erheblichem Wertsteigerungspotenzial auf Sicht von drei bis fünf Jahren, deren Entwicklung stärker von unternehmensspezifischen Faktoren als vom allgemeinen Marktumfeld abhängt.


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Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.

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Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.

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