Juni 2026
Monatskommentar DCP – Hybrid Income
Die Performance im Juni lag bei 0,43 % in CHF, 0,55 % in EUR und 0,63 % in USD. Die Rendite des Portfolios auf den von uns erwarteten Call liegt bei 2,6 % in CHF, 4,7 % in EUR und 6,3 % in USD. Die Duration liegt bei 2,6 Jahren.
Portfolio
Im Juni wurden drei Anleihen im Fonds zurückgezahlt. Die französischen Versicherer CNP und AXA setzten die Bereinigung ihrer Bilanzen fort und übten die Rückzahlungsoptionen für Anleihen aus, die 2005 beziehungsweise 2007 begeben wurden und in Kürze ihre Anrechnung als Eigenkapital verloren hätten. Diese Rückzahlungen waren am Markt bereits seit Längerem erwartet und entsprechend eingepreist.
Die dritte Transaktion betraf ein Rückkaufangebot von Orange. Die Emittentin konnte eine neue Anleihe zu einem tieferen Kupon platzieren und bot gleichzeitig an, eine höher verzinste Anleihe mit erwarteter Rückzahlung im Oktober über pari zurückzukaufen. Für uns stellte dies eine attraktive Gelegenheit dar, da wir Kursgewinne realisieren und die freigewordenen Mittel in Anlagen mit attraktiveren Renditen reinvestieren konnten.
Marktrückblick
Der Euro Stoxx 50 verzeichnete im letzten Monat eine positive Performance von 4,69 % in EUR, während der SMI 4,81 % in CHF zulegte. Die Performance des Swiss Bond Index und Barclays Pan European Aggr IG hedged lagen im vergangenen Monat bei 0,78 % bzw. 0,47 % in Lokalwährung.
Ende Juni notierten die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen der Schweiz, Deutschland und der USA zum Monatsende bei 0,27 %, 2,86 % und 4,47 %. Die Risikoaufschläge der europäischen Anleiheklassen High Grade, High Yield und Hybrid High Grade fielen im Berichtsmonat. Sie liegen für die einzelnen Anleiheklassen HG, HY und Hybrid HG bei 80, 284 und 137 Basispunkten zum Monatsende.
Im Juni waren die wichtigsten Themen weiterhin der Ausgang der Gespräche zwischen den USA und dem Iran, der IPO von SpaceX sowie die zukünftige Entwicklung des KI-Sektors. Geopolitisch herrschte zwar bis zur Monatsmitte noch Verunsicherung aufgrund von Scharmützeln zwischen den USA und dem Iran, und der Verkehr durch die Straße von Hormus nahm nur langsam wieder Fahrt auf. Dennoch blieben die Erwartungen unverändert, dass der Konflikt ein Ende gefunden hat. Dies führte insbesondere beim Rohöl zu einem deutlichen Preisrückgang, was sowohl Konsumenten im Hinblick auf die Feriensaison als auch die Zentralbanken hinsichtlich der Inflationserwartungen aufatmen ließ. Zum Monatsende sorgten volatile Kursbewegungen im KI-Sektor erneut für Verunsicherung an den Märkten. Hohe Kapitalausgaben der Unternehmen, negative Cashflows bei gleichzeitig konstanter Kreditaufnahme an den Kapitalmärkten ließen Marktteilnehmer daran zweifeln, ob sich die Ertragserwartungen in absehbarer Zeit bewahrheiten. Äußerst positive Ergebniszahlen von Micron führten vorübergehend zu einer Beruhigung.
Im Juni standen auch die Zentralbanken im Fokus. Die EZB, die Fed und die SNB berieten über ihre Zinspolitik und gaben Einblick in ihre Erwartungen. Wie eingepreist, wurden die Zinsen im Euroraum um 25 Basispunkte angehoben, während die Fed und die SNB ihre Leitzinsen unverändert beließen. Die Märkte preisen bis Jahresende infolge der höheren Inflation leicht steigende Zinsen in allen drei Wirtschaftsräumen ein. Die Aussagen der Notenbankgouverneure sowie deren Zinserwartungen stützten diese Markterwartungen. Ein positives Signal kam zudem vom neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, der die Unabhängigkeit der US-Zentralbank unterstrich und das Mandat der Preisstabilität betonte. Unterstützt wurden diese Aussagen durch das geldpolitische Komitee, das sich bei der Zinsentscheidung äußerst geschlossen zeigte.
Die Anleihenmärkte erlebten einen relativ ruhigen Monat. Die geopolitische Entspannung führte zu leicht tieferen Zinsen am langen Ende der Zinskurven bei stabilen Risikoprämien für Unternehmensanleihen. Vor der anstehenden Berichtssaison und der saisonalen Sommerpause nutzten viele Unternehmen die stabile Marktphase, um aktiv Anleihen zu platzieren.
Der europäische Primärmarkt für Nachranganleihen verzeichnete im Juni erneut ein positives Wachstum zum Vormonat (New Issue: 22 Mrd. EUR vs. Rückkäufe: 17 Mrd. EUR). Damit erreichte der europäische Markt für Nachranganleihen zum Monatsende ein Volumen von 993 Mrd. EUR.
Marktausblick
Unsere „Defensive-Quality“ Positionierung hat uns im ersten Halbjahr vor übermäßiger Volatilität geschützt und dabei attraktive Renditen erwirtschaftet. Mit Portfoliorenditen von 2,6 % in CHF, 4,7 % in EUR und 6,3 % in USD sind wir mit unserer Positionierung sehr zufrieden. Mit Beginn des neuen Quartals richten wir den Blick auf die anstehende Berichtssaison. Unser besonderes Interesse gilt den Auswirkungen der Volatilität des vergangenen Quartals auf die Margen der Unternehmen sowie möglichen Anpassungen der Management-Erwartungen. Im Versicherungssektor beobachten wir eine weitere Verbesserung der Solvenzquoten und werden analysieren, wie vorsichtig das Management mit diesem zusätzlichen Sicherheitspolster umgeht.
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Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser ist Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients bei der Greiff capital management AG. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Commerzbank AG in Karlsruhe war der Bankfachwirt acht Jahre im Retailbanking tätig. Zuletzt agierte Andreas Kaiser mehr als sechs Jahre erfolgreich als Relationship Manager im Wealth Management der Commerzbank in Baden-Baden.
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.