Juni 2026
Monatskommentar Keynote Spin-Off Fund
Die globalen Aktienmärkte stagnierten im Berichtsmonat. Der MSCI World Net Total Return Index verlor im Juni um –0,6 %, der MSCI World SMID Cap Net Total Index verbesserte sich leicht um +0,8 %. In diesem richtungslosen Anlageumfeld konnte der Keynote Spin-Off Fund (KSOF) seine Stärken ausspielen und gegen den allgemeinen Markttrend um +5,6 % zulegen (alle Performanceangaben in USD).
Die Aktienmärkte notieren nahe den Rekordständen, getrieben von starken Gewinnen – insbesondere in den USA. In den vergangenen sechs Monaten sind die erwarteten Gewinnmargen im S&P 500 um 138 Basispunkte gestiegen, wobei 85 % des Anstiegs auf die Sparten Halbleiter und Energie entfielen. Angesichts der hohen Bewertungen stellt sich die Frage nach der Nachhaltigkeit dieser Entwicklung. Sinkende Energiepreise belasten die Aussichten im Energiesektor, während im Halbleiterbereich unklar ist, wie lange Engpässe und außergewöhnlich hohe Margen anhalten werden. Historisch führen hohe Gewinne zu neuem Angebot, was den Margendruck erhöht und mittelfristig auch die Kursentwicklung beeinflussen dürfte. Gleichzeitig hat sich die Indexkonzentration weiter verstärkt: Selbst im marktbreiteren MSCI US Index vereinen die neun größten Unternehmen rund 37 % des Gewichts auf sich und sind überwiegend im Halbleiter- bzw. KI-Ökosystem aktiv. Auch Schwellenländer sind zunehmend von diesen Themen geprägt, insbesondere über Korea und Taiwan, die zusammen rund 45 % des MSCI Emerging Markets Index ausmachen. Damit erscheint die Diversifikation klassischer Indizes zunehmend eingeschränkt, da viele Portfolios stark von einem einzigen Thema – Künstlicher Intelligenz – geprägt sind. Der Keynote Spin-Off Fund bietet ein gänzlich anderes Exposure: Der Fokus liegt auf einem Marktsegment, das von passiven und privaten Investoren gemieden wird. Durch die Spin-Off-Mechanik (anfänglicher Verkaufsdruck, dann aber Margensteigerung und Neubewertung durch Kursgewinne) sind attraktive Renditen quasi «eingebaut», wodurch Spin-Offs auch in Zukunft zu den spannendsten Segmenten des Aktienmarktes zählen dürften.
Die größten positiven Beiträge zur Fondsperformance lieferten im Juni GE Aerospace (+1,46 %), GPGI (+1,32 %) und SharkNinja (+1,11 %). Nach dem Spin-off erkennt der Markt zunehmend die hohe Qualität von GE Aerospace. Das Unternehmen überzeugt mit hoher Preissetzungsmacht, starkem freien Cashflow, einer disziplinierten Kapitalallokation, einer soliden Bilanz und einem erfahrenen Management – Eigenschaften, die weiteres Wertsteigerungspotenzial erwarten lassen. Auch bei GPGI dürfte die Phase der Kursschwäche überwunden sein. Die zwischenzeitliche Enttäuschung infolge einer höheren Verschuldung und leicht unter den Erwartungen liegender Quartalszahlen erscheint eingepreist. Organisches Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sowie eine jährliche Margensteigerung von über 100 Basispunkten sollten den freien Cashflow deutlich erhöhen und eine Neubewertung der Aktie unterstützen. SharkNinja bleibt einer der attraktivsten Wachstumstitel im Konsumgüterbereich. Neue Produkte, die Expansion in attraktive Geschäftsfelder, insbesondere in «Beauty», der Ausbau des Direktvertriebs sowie die internationale Expansion treiben das Wachstum an. Mit einem Anteil des Auslandsumsatzes von erst rund 35 % und einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 20 % sowie einem Gewinnwachstum je Aktie von 30 % in den vergangenen drei Jahren verfügt das Unternehmen selbst bei einer künftig moderateren Dynamik weiterhin über erhebliches Potenzial – dies bei einer aus unserer Sicht aktuell attraktiven Bewertung.
Die drei größten negativen Performancebeiträge kamen im Berichtsmonat von SAP (-0,72 %), Constellation Software (-0,38 %) und S&P Global (-0,28 %). Alle drei Aktien standen im Juni wie bereits während der vorangehenden Monate wegen KI-Ängsten unter Druck. Allerdings sind diese Firmen nicht nur gut gegen potenzielle KI-Disruptionen positioniert, sondern dürften vielfach sogar zu den KI-Profiteuren zählen, weshalb wir nach den Kursrückgängen Positionen aufgebaut haben. SAP verfügt über einen einzigartigen Zugang zu strukturierten Unternehmensdaten und ist damit hervorragend positioniert, um KI-Anwendungen in seine Software zu integrieren. Nach dem Equity Carve-out und Verkauf von Qualtrics ist das Unternehmen strategisch fokussierter und kann sich vollständig auf das margenstarke Cloud- und KI-Geschäft konzentrieren. Constellation Software profitiert von seinem einzigartigen Portfolio branchenspezifischer Softwarelösungen. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil liegt nicht im Programmcode, sondern in proprietären Daten, tiefem Branchen-Know-how und der engen Integration in die Geschäftsprozesse der Kunden. Da die Softwarekosten meist weniger als 1 % des Kundenumsatzes ausmachen, besteht nur ein geringer Anreiz zum Wechsel. Gleichzeitig kann Constellation KI über das gesamte Softwareportfolio hinweg produktiv einsetzen. Auch S&P Global wird aus unserer Sicht zu Unrecht als potenzieller KI-Verlierer wahrgenommen. Das Unternehmen stellt unverzichtbare Standards und Benchmarks für die globalen Finanzmärkte bereit – von Ratings über Platts bis hin zu den S&P-Indizes. KI kann diese Produkte sinnvoll ergänzen, aber kaum ersetzen. Mit dem Spin-off von Global Mobility im Juli dürfte zudem die fokussierte Unternehmensstruktur den zugrunde liegenden Unternehmenswert stärker sichtbar machen.
Fazit: Das ineffiziente Marktsegment der Spin-Offs ist eine wertvolle Ergänzung für langfristig orientierte Portfolios, das sich gezielt zur Erschließung zusätzlicher Renditepotenziale nutzen lässt. In einer benchmarkorientierten und von Einheitsportfolios dominierten Welt fokussiert sich der Keynote Spin-Off Fund auf hohe absolute, asymmetrische Renditen und unternehmensspezifische Werttreiber statt auf makroökonomische Narrative.
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Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser ist Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients bei der Greiff capital management AG. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Commerzbank AG in Karlsruhe war der Bankfachwirt acht Jahre im Retailbanking tätig. Zuletzt agierte Andreas Kaiser mehr als sechs Jahre erfolgreich als Relationship Manager im Wealth Management der Commerzbank in Baden-Baden.
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.