Juni 2025
Monatskommentar Keynote Spin-Off Fund
Die globalen Aktienmärkte konnten sich im Juni weiter erholen. Der MSCI World Net Total Return Index legte im Berichtsmonat um 0,88 % zu, der MSCI World SMID Cap Net Total Return Index um 0,52 %. Der Keynote – Spin-Off Fund (KSOF) übertraf beide Indizes mit einem Zuwachs von 0,94 % (alle Angaben in EUR).
Weltpolitik und Finanzmärkte stehen derzeit unter dem Einfluss vielfältiger Restriktionen. Der von Donald Trump entfesselte Handelskrieg wird zunehmend durch eine Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Faktoren eingeengt:
- die notwendige Finanzierung des steigenden Staatsdefizits über langlaufende US-Staatsanleihen,
- das Rezessionsrisiko als Folge erhöhter Zölle,
- die Herausforderung bei der Umsetzung steuerpolitischer Maßnahmen sowie
- die Abhängigkeit von seltenen Erden aus China und deren Einfluss auf die Verhandlungen im Zollkonflikt mit dem Reich der Mitte.
Trumps politisches Handlungskapital ist dadurch begrenzt. Jede neue Krise – sei sie geopolitischer oder wirtschaftlicher Natur – zwingt ihn zu Priorisierungen. Dies brachte ihm in Anspielung auf seine zögerliche Krisenbewältigung das Meme „TACO – Trump Always Chickens Out“ ein.
Diese Einschränkungen spiegeln sich auch an den Aktienmärkten wider: Seit der EUR/USD über die Marke von 1,10 gestiegen ist, hinken europäische Aktien (EuroStoxx 50) ihren US-Pendants (S&P 500) hinterher – zunächst in Lokalwährung, seit Mai 2025 auch währungsbereinigt. Der starke Euro schmälert Europas Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich, zumal die jüngste Outperformance europäischer Titel primär auf Bewertungsausweitungen und nicht auf Gewinnwachstum beruhte. Im Gegensatz dazu erreichen die Unternehmensgewinne im S&P 500 neue Höchststände – ein historisch verlässlicher Treiber weiterer Kurssteigerungen. Zudem wirkt sich ein schwächerer US-Dollar erfahrungsgemäß mit einer Verzögerung von zwei bis drei Quartalen positiv auf US-Unternehmensgewinne aus – ein Effekt, der in aktuellen Analystenschätzungen bislang kaum berücksichtigt ist.
Fazit: Auch makroökonomische Narrative wie „Das Ende der US-Ausnahmestellung“ haben ihre Grenzen. Anleger sind gut beraten, ihren Fokus auf Fundamentaldaten und Unternehmensqualität im Sinne eines konsequenten „Bottom-up“-Ansatzes zu legen.
Performance-Treiber im Juni
Positive Beiträge zur Fondsperformance kamen u. a. von:
- Accelleron (+1,17 %): profitierte von steigenden Bestellungen für Turbolader in Rechenzentren, verstärkten Umrüstungen auf Dual-Fuel-Schiffsmotoren (Diesel & LNG) sowie von verlängerten Handelsrouten infolge geopolitischer Spannungen, die zusätzlichen Servicebedarf erzeugen.
- Holcim (+1,14 %): Der Spin-Off von Amrize fungierte als Kurskatalysator. Der Bewertungsabschlag der Muttergesellschaft gegenüber der europäischen Vergleichsgruppe wurde in den ersten Handelstagen nach der Abspaltung deutlich reduziert.
- Coherent (+0,63 %): profitierte von anhaltend hoher Nachfrage im Bereich KI-Rechenzentren und Telekommunikation, der Einführung neuer Hochgeschwindigkeits-Transceiver sowie Effizienzgewinnen durch strategische Fokussierung. Die geplante Abspaltung des Siliziumkarbid-(SiC)-Geschäfts dürfte nicht nur Kapital freisetzen und zur Schuldenreduktion beitragen, sondern auch verborgene Werte sichtbar machen.
Belastende Faktoren
Negativ auf die Fondsentwicklung wirkten sich u. a. aus:
- Knife River (–0,89 %): Die allgemeine Bauschwäche belastete, dürfte jedoch den vertikal integrierten Anbieter von Zuschlagstoffen unterdurchschnittlich treffen. Mittelfristig wird eine Margenverbesserung von 400 Basispunkten bzw. 25 % angestrebt, was zu einer Neubewertung führen könnte.
- Bellring Brands (–0,72 %): Die allgemeine Schwäche im Food-Sektor wirkte sich auch hier negativ aus. Aufgrund der starken Marktposition, Preissetzungsmacht und stabilen Margen sollte dies nur temporär sein.
- Amrize (–0,59 %): Die übliche Post-Spin-Off-Schwäche, Probleme im US-Häusersegment und eine generell negative Haltung gegenüber US-Aktien belasteten. Die Abspaltung von Holcim bietet jedoch attraktive Perspektiven (siehe „Deep Dive: Amrize“).
Portfolioaktivitäten
Die Kursschwäche bei Holcim vor dem Spin-Off wurde genutzt, um die Aktie zur Top-Position auszubauen. Nach erfolgter Abspaltung wurde Holcim in die Stärke hinein reduziert, während die Schwäche bei Amrize zum Positionsaufbau genutzt wurde. Unsere Energieservicewerte profitierten überproportional vom Anstieg des Ölpreises. Mit Ausnahme von TechnipFMC wurde das gesamte Energie-Exposure verkauft. Die freigewordenen Mittel investierten wir in zwei neue Industrie-Spin-Offs sowie in S&P Global, das im kommenden Jahr seine Mobility-Sparte abspalten wird – ein Schritt, von dem das Unternehmen bereits im Vorfeld profitieren dürfte.
Ausblick
Mit dem Ziel, hohe absolute und asymmetrische Renditen zu erzielen, suchen wir weiterhin konsequent und unabhängig nach den attraktivsten Spin-Off-Gelegenheiten. Das Portfolio ist derzeit so attraktiv bewertet wie zuletzt im Oktober 2023 – bei gleichzeitig verbesserter Qualität der zugrunde liegenden Geschäftsmodelle.
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Ihr Ansprechpartner
Matthias Neymeyer
Head of Sales | Business Development Manager – Distribution Partners
Matthias Neymeyer
Head of Sales | Business Development Manager – Distribution Partners
Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Institutional Clients
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Institutional Clients
Andreas Kaiser ist Wholesale Relationship Manager bei der Greiff capital management AG. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Commerzbank AG in Karlsruhe war der Bankfachwirt acht Jahre im Retailbanking tätig. Zuletzt agierte Andreas Kaiser mehr als sechs Jahre erfolgreich als Relationship Manager im Wealth Management der Commerzbank in Baden-Baden.