Juli 2025

Monatskommentar Keynote Spin-Off Fund

Die globalen Aktienmärkte setzten im Juli ihren Aufwärtstrend fort.
Der MSCI World Net Total Return Index legte im Berichtsmonat um 3,88 % zu und der MSCI World SMID Cap Net Total Return Index um 4,02 %. Der Keynote – Spin-Off Fund (KSOF) übertraf diese Indizes mit einer Avance von 9,44 % (alle Angaben in EUR).

Mit dem Abschluss weiterer «Trade Deals» rückt ein Ende des Handelskonflikts näher. Allerdings handelt es sich bislang eher um informelle Handelsabsprachen als um rechtlich bindende Handelsabkommen. Es scheint, dass die amerikanischen Einfuhrzölle insgesamt auf 15 bis 20 % steigen werden. Dieses Szenario hatten die Aktienmärkte bereits im März/April 2025 befürchtet und mit Korrekturen von 20 % und mehr eingepreist. Jetzt wird dieser Ausgang aber begrüßt, weil er nicht so schlimm ist, wie er hätte sein können und kein ausgedehnter Handelskrieg droht.

Fakt ist, dass sich die erwarteten Zolleinnahmen auf annualisierter Basis auf rund 350 Mrd. USD oder 1 % des nominalen US-Bruttoinlandsprodukts belaufen und eine konsumbezogene Steuer sind, die den Handel bremsen, die Importe verteuern und kurzfristig das Wachstum hemmen. Damit haben sie das Potenzial, eine Rezession auszulösen, wenn sie nicht durch einen (angekündigten) Maßnahmenmix aus Deregulierung, gezielter wachstumsfördernder Industriepolitik und Reshoring-Investitionszusagen kompensiert werden (oder letztlich durch die Gerichte für verfassungswidrig erklärt werden). Wer am Schluss die Zeche bezahlt – die europäischen und asiatischen Exporteure über Margenrückgänge, die (einkommensschwächsten) amerikanischen Haushalte oder die US-Unternehmen durch sinkende Gewinne – wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen. Nach der starken Rallye über die letzten Monate, mit dem hohen Optimismus und den gestiegenen Bewertungen, sind die Gesamtmärkte anfällig für negative Impulse, seien es steigende Zinsen, enttäuschende Gewinne, erneute zollbedingte Probleme oder etwas anderes. Daher sollte der Fokus weiter auf Unternehmen liegen, deren Geschäftsgang kaum oder nicht an Konjunkturtrends gebunden ist und die unabhängig von der makroökonomischen Entwicklung über Aufwärtspotenzial verfügen.

Positive Performance-Beiträge lieferten im Juli erneut
Accelleron (+2,51 %),
Coherent (+1,09 %) sowie
SharkNinja (+0,94 %).

Accelleron verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von 20 %, angetrieben durch starke Nachfrage infolge strengerer Umweltvorschriften in der Schifffahrt. Das Unternehmen hob seine Jahresprognose deutlich an und erwartet nun ein Wachstum von 16 bis 19 % bei stabiler Ebita-Marge von 25 bis 26 %. Mögliche US-Zölle dürften wegen des geringen US-Anteils und der hohen Preismacht des Unternehmens nur begrenzte Auswirkungen haben. Der US-Umsatzanteil liegt bei nur 10 % und umfasst primär lokal erbrachtes Servicegeschäft.

Coherent profitiert von der starken Positionierung in Wachstumsbereichen wie Laser, Optoelektronik und Hochgeschwindigkeits-Transceivern aus den Bereichen KI-Rechenzentren und Telekommunikation. Unter der Führung von Jim Anderson wird die operative Effizienz und strategische Neuausrichtung vorangetrieben. Die Teilabspaltung des Siliziumkarbid-(SiC)-Geschäfts setzt Kapital frei und trägt zur Schuldenreduktion bei.

SharkNinja treibt die internationale Expansion voran und steigert mit Social-Media-, Influencer- und Promikampagnen (z. B. David Beckham, Thierry Henry) und Sponsoring (z. B. F1-Film) die Markenbekanntheit weltweit. Dank der innovativen Produktlancierungen und den Marktanteilsgewinnen dürfte das Wachstum noch bleiben.

Die Performance des Fonds wurde negativ beeinflusst durch
Constellation Software (-0,18 %),
Bellring Brands (-0,11 %)
und den unterdurchschnittlichen Beitrag von Knife River (+0,01 %).

Bei Constellation Software gab es keinen wesentlichen Newsflow. Die Kursentwicklung von Bellring Brands wird aktuell belastet, weil Einzelhändler ihre Lagerbestände reduzieren. Hier handelt es sich um ein zyklisches Phänomen, welches das langfristige Wachstum verschleiert, denn das Unternehmen gewinnt weiterhin Marktanteile in der Kategorie trinkfertiger Proteinprodukte.

Die allgemeine Bauschwäche trägt zur Underperformance von Knife River bei. Doch der vertikal integrierte Anbieter von Zuschlagstoffen dürfte dank Verbesserungen der Betriebseffizienz, Preisdisziplin, Wachstumsinvestitionen und ergänzenden Übernahmen die EBITDA-Marge mittelfristig um 400 Basispunkte oder 25 % steigern, was zu einer Neubewertung der Aktie führen wird.

Nach der starken Kursentwicklung seit Erwerb im Februar 2024 und dem erfolgten Spin-Off von Amrize trennten wir uns im Berichtsmonat von Holcim. Zudem wurden bei einigen Portfolio-Holdings Rebalancings durchgeführt oder, wie im Falle von Bellring Brands, über die letzten Monate das Gewicht reduziert. Damit wurden liquide Mittel freigesetzt, die wir in den kommenden Wochen in neue Spin-Off-Situationen investieren werden.

Während die Bewertungen an den Gesamtmärkten gestiegen sind, sehen wir bei Spin-Offs nach wie vor attraktive, idiosynkratische Gelegenheiten. Wir sind weiterhin bestrebt, kurzfristige Preisschwankungen zu ignorieren und uns auf die wachsenden «inneren Werte» unserer Portfolio-Holdings zu konzentrieren, welche perspektivisch mit der Performance des Portfolios konvergieren sollten. Wir sind überzeugt, dass unser Fokus auf wenig beachtete, qualitativ hochwertige und attraktiv bewertete Spin-Off-Situationen über Zeit hohe absolute und relative Ergebnisse produzieren wird.


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Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.

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Andreas Kaiser ist Wholesale Relationship Manager bei der Greiff capital management AG. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Commerzbank AG in Karlsruhe war der Bankfachwirt acht Jahre im Retailbanking tätig. Zuletzt agierte Andreas Kaiser mehr als sechs Jahre erfolgreich als Relationship Manager im Wealth Management der Commerzbank in Baden-Baden.

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