April 2024

Monatskommentar Keynote Spin-Off Fund

Die globalen Aktienmärkte korrigierten im April. Der MSCI World Index verzeichnete einen Rückgang von -2,7 % (in EUR), während der MSCI World Small & Mid Cap Index -3,6 % verlor. Ähnlich hohe Kursverluste gab es an der US-Leitbörse mit Abgaben von -3,0 % beim S&P 500 Index und -3,3 % beim US-Technologieindex Nasdaq. In diesem schwierigen Marktumfeld behauptete sich der Keynote – Spin-Off Fund, der nur -0,2 % nachgab, relativ gut. Die vorteilhafte Bull / Bear Capture der Keynote Spin-Off Selektion über die letzten zwölf Jahre bestätigte sich bisher auch beim Keynote – Spin-Off Fund.

Die internationalen Aktienmärkte befanden sich seit dem vierten Quartal 2023 in einem „Goldilocks-Umfeld“, das von sich stabilisierendem Wachstum, sinkenden Inflationsraten und Zinsen begleitet wurde. Im ersten Quartal 2024 wurden die wieder anziehenden Zinsen von steigenden Wachstums- und Gewinnaussichten übertroffen. Aber wie im letzten Monatskommentar dargelegt wurde, erwiesen sich die Erholung des Ölpreises, wieder höhere Zinsen und der anziehende US-Dollar zunehmend als Belastungsfaktoren. Seit 2022 wurde jede Aktienmarktkorrektur von einem stärkeren Zinsanstieg begleitet oder ausgelöst. Zwar ist das derzeitige Niveau der Anleiherenditen in den USA und den G7-Staaten für die Weltwirtschaft noch nicht lähmend. Allerdings haben die globalen Aktienmärkte und dabei v.a der US-Markt bereits ein solides Wirtschafts- und Gewinnwachstum eingepreist. Die Anpassung an die höher als erwarteten Zinssätze erfolgt somit durch eine Bewertungskorrektur. Damit dürfte ein volatileres Anlageumfeld bevorstehen, im dem Selektivität von größerer Bedeutung sein wird.

Negativ beeinflusst wurde die Performance des Keynote – Spin-Off Fund im April durch Liberty SiriusXM (-0,92 %), GE Healtcare (-0,51 %) und Constellation Software (-0,25 %). Die größten Performance-Beiträge lieferten im Berichtsmonat GE Aerospace (+0,74 %), Sandoz (+0,69 %) und Carrier Global (+0,37 %).

Die Titel von Liberty SiriusXM standen im April unter Abgabedruck. Der Markt fokussiert sich auf die Abonnementverluste (in einer saisonal schwachen Phase), während wir ein Quartal mit guter Kostenkontrolle und besseren Werbeeinnahmen sahen. Das Geschäftsmodell ist stabil und die Aktie attraktiv bewertet. Durch den Spin-Off und die Fusion mit SiriusXM bis Anfang Q3 2024 wird eine einzige, einfachere, dividendenzahlende und indexfähige «New Sirius» entstehen, die wohl in den S&P 500 Index aufgenommen wird. Die Marktteilnehmer reagierten verschnupft auf die geringeren Umsatzzahlen von GE HealthCare infolge der Schwäche im chinesischen Markt, der 13 % der Gesamtumsätze ausmacht. Wir sehen das Quartal als „Panne“, denn die mittel- bis längerfristige Story ist weiterhin intakt. Wie bei Constellation Sotfware dürften sich Konsolidierungs- und Korrekturphasen daher als Kaufgelegenheiten erweisen.

Anfang April hat General Electric seine Aufspaltung in drei unabhängige Unternehmen abgeschlossen (siehe Keynote-Fallstudie vom letzten September). Nach der Ausgliederung des Gesundheitsgeschäfts GE HealthCare werden die Luftfahrtsparte GE Aerospace und das Energiegeschäft GE Vernova erstmals eigenständig an der Börse gehandelt. Das „Kronjuwel“ des Konglomerats, GE Aerospace, erfuhr unmittelbar eine Höherbewertung durch Mr. Market, denn die Aviatiksparte verfügt über ein hochprofitables und stabiles Servicegeschäft (regelmäßige Wartung), bei dem sich der Geschäftsverlauf gut prognostizieren lässt. Bei GE Vernova gab es hingegen einen anfänglichen Verkaufsdruck, den wir für Zukäufe nutzten. CEO Scott Strazik hat einen erfolgreichen Turnaround eingeleitet, durch den GE Vernova dieses Jahr die Gewinnschwelle erreichen wird. Das Unternehmen dürfte einer der größten Profiteure des steigenden Strombedarfs sein und durch den Inflation Reduction Act eine solide und anhaltende politische Unterstützung erfahren. Sandoz profitierte von der EU-Zulassung für das Biosimilar Pyzchiva (Gastroenterologie, Dermatologie und Rheumatologie) und von der mehrheitlichen Einstellung der Kostenübernahme durch CVS Caremark (auf die rund 30 % der versicherten Personen in den USA entfallen) für das Markenmedikament Humira gegen rheumatoide Arthritis (eines der meistverkauften Medikamente in den USA). Das Biosimilar von Sandoz (Hyrimoz) ist Hauptprofiteur dieser Entwicklung. Carrier legte erfreuliche Zahlen zum ersten Quartal vor, welche durch eine erfolgreiche operative Umsetzung und Margenexpansion (Anstieg der adjustierten operativen Marge um 280 Basispunkte auf 15 %) angetrieben wurden. Das Wachstum von Gewinn und freiem Cashflow dürfte sich deutlich beschleunigen und zu einer Neubewertung der Aktie führen.

Das Goldlöckchen-Umfeld befeuerte die positive Stimmung der Marktteilnehmer und brachte die Aktienindizes bis Ende Q1 2024 auf neue Höchststände. Das zukünftige Renditepotenzial der Gesamtmärkte dürfte hingegen wohl etwas moderater ausfallen. Wir sind der Überzeugung, dass eine rigorose fundamentale Analyse und eine differenzierte, oftmals konträre Sichtweise langfristigen Mehrwert schaffen. Daher konzentrieren wir uns weiterhin auf die Fundamentaldaten der Unternehmen und allokieren das Kapital in jene Spin-Off-Situationen, wo wir über drei bis fünf Jahre die höchsten risikoadjustierten Renditen sehen.


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Matthias Neymeyer ist Wholesale Relationship Manager bei der Greiff capital management AG und betreut die Region Süddeutschland. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom-Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Servicekundenberater und nach einem Wechsel zur Volksbank Breisgau Süd eG als Privatkundenberater tätig. Zuletzt agierte Matthias Neymeyer mehr als vier Jahre erfolgreich als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Süd eG.

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