Januar 2026

Monatskommentar Earth Strategic Resources Fund

Der Januar setzte die Rekorddynamik von 2025 fort: Zahlreiche Rohstoffe – darunter Gold, Silber und Kupfer – erreichten erneut neue Allzeithochs. Gegen Monatsende kam es jedoch zu einer abrupten Korrektur, insbesondere bei den Edelmetallen. Die Korrektur bei Gold und Silber war ein klassisches Deleveraging-Ereignis – kein Urteil über den langfristigen intakten Bullenmarkt. Die Nominierung von Kevin Warsh als designierten Fed-Präsidenten spielte zwar eine Rolle bei der kurzfristigen Marktreaktion, war jedoch nicht der alleinige Auslöser. Silber geriet zuerst unter Druck, nachdem die COMEX die Margin-Anforderungen deutlich anhob, was gehebelte Marktteilnehmer zwang, Positionen zu reduzieren. Dieser Stress griff auf Gold über, da Investoren hochliquide Positionen verkauften, um Margin Calls zu bedienen – die Preise gaben nach, obwohl die Fundamentaldaten unverändert robust blieben. Am Ende war es schlicht Marktmechanik, die Positionen durchgeschüttelt hat. Wir sehen beide Metalle nun nach dieser überfälligen Korrektur robust positioniert für weitere Anstiege, gestützt durch geopolitische Spannungen, Währungsabwertungsrisiken und ein weiterhin unsicheres geldpolitisches Umfeld.

Industriemetalle: Angebot knapp, Nachfrage stark

Auch bei Industriemetallen bleibt das Umfeld konstruktiv. Bergbauunternehmen dürften für das vierte Quartal 2025 sehr starke Ergebnisse liefern, mit einem durchschnittlichen EBITDA-Wachstum von rund 55 % gegenüber dem Vorquartal. Besonders angespannt ist der Markt für Kupferkonzentrate: Die Schmelzgebühren fallen erneut auf historische Tiefststände, ein klarer Hinweis auf strukturelle Angebotsknappheit. Gleichzeitig wächst die Kupfernachfrage weiter, getrieben von Elektrifizierung, Rechenzentren und dem zunehmenden Metallbedarf durch KI-Technologien – ein strategischer Faktor im globalen Technologiewettbewerb. Positiv bewerten wir zudem das Übernahmeangebot von Eldorado für den kanadischen Kupferproduzenten Foran Mining, das die Position unseres größten Fondsengagements weiter stärkt.

Fazit: Rohstoffsuperzyklus im Aufbau

Die Preiskorrektur Ende Januar war kein Wendepunkt, sondern Ausdruck kurzfristiger Volatilität in einem stark nachgefragten Markt. Strategische Initiativen wie das US-amerikanische „Projekt Vault“, das kritische Rohstofflieferketten sichern und diversifizieren soll, unterstreichen die Bedeutung von Rohstoffen für die globale Wirtschaft. Geringe Kapitalaufnahme, wenige IPOs und moderate Sektorallokationen sprechen dafür, dass wir uns erst am Beginn eines neuen Rohstoffsuperzyklus befinden – und sowohl Edel- als auch Industriemetalle langfristig auf Wachstumskurs bleiben.

Fabian Erismann

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Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.

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Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.

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