Februar 2026
Monatskommentar Earth Strategic Resources Fund
Nach der bereits erhöhten Volatilität Ende Januar hat der Iran-Krieg ein neues Risikolevel in den Rohstoffsektor gebracht. Auffällig ist, dass die unmittelbare Ölpreisreaktion bislang relativ kontrolliert blieb: Auch vier Tage nach dem Angriff liegt Brent „nur“ bei rund 80 US$/bbl, der Markt preist damit eher ein kurzes, begrenztes Szenario ein als eine länger anhaltende Eskalation. Sollte es allerdings zu anhaltenden Störungen entlang zentraler Lieferketten kommen, kann Öl aufgrund kurzfristig preisunelastischer Nachfrage schnell in ein Schock-Regime kippen – mit Folgewirkungen auf Inflationserwartungen, Realzinsen und Risikoaufschläge.
Das aktuelle Rohstoffumfeld weist zunehmend Parallelen zu den 1970er-Jahren auf: jahrelange Unterinvestitionen in neue Projekte, strukturell begrenztes Angebot, persistente Inflation sowie eine nachlassende Wachstumsdynamik in vielen westlichen Volkswirtschaften. Schwächer als erwartete US-Konjunkturdaten verstärken die Sorge vor einer faktischen Stagflation. Gleichzeitig treiben steigende Staatsdefizite und die fortschreitende Entwertung des US-Dollars die Kapitalrotation in reale Vermögenswerte voran. Geopolitisch erinnert die Eskalation rund um den Iran – und damit verbundene Energiepreisrisiken – an die Angebotsschocks der 1970er-Jahre. Staatliche Unterstützung für strategische Rohstofflieferketten unterstreicht zusätzlich die sicherheitspolitische Bedeutung von Metallen und Minenprojekten. Insgesamt deutet diese Kombination auf die Frühphase eines neuen Rohstoff-Superzyklus hin. Dies spiegelte sich auch in der African Mining Indaba Conference wider, die im Februar mit der höchsten Teilnehmerzahl der vergangenen 32 Jahre einen neuen Höchststand erreichte – getragen von starkem internationalen Interesse an afrikanischen Mineralressourcen.
Nach der Korrektur Ende Januar konnten sich Kupfer sowie Edelmetalle im Februar weiter erholen, was robuste fundamentale Nachfrage und erneute Kapitalzuflüsse bestätigen. Die Kupferstory bleibt zentral: Elektrifizierung, KI-getriebene Rechenzentrumsinvestitionen und Infrastrukturaufbau treffen auf strukturell begrenztes Angebotswachstum. Die Warnung von Codelco, wonach die langfristige Produktion der Schlüsselmine El Teniente niedriger ausfallen dürfte, ist ein weiteres Signal zunehmender Angebotsknappheit. Das jüngste Übernahmeangebot von Hudbay Minerals für Arizona Sonoran – eine Kernposition des Fonds – unterstreicht zudem die strategische Attraktivität rasch entwickelbarer Kupferprojekte und bestätigt die Positionierung; der Fonds bleibt entsprechend voll investiert.
Gleichzeitig erzielt der Bergbausektor außergewöhnlich hohe Gewinnmargen, getragen von hohen Rohstoffpreisen bei bislang moderatem Kostendruck. Gold profitiert weiterhin von Währungsabwertung, De-Dollarisierung und niedriger institutioneller Positionierung, während Silber durch seine hybride Rolle als Industrie- und Edelmetall zusätzliches Aufwärtspotenzial bietet. Steigende Preise, starke Cashflows und strukturell knappe Angebotsaussichten sprechen damit für ein weiterhin attraktives Umfeld für Rohstoffe und Bergbauunternehmen.
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Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser ist Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients bei der Greiff capital management AG. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Commerzbank AG in Karlsruhe war der Bankfachwirt acht Jahre im Retailbanking tätig. Zuletzt agierte Andreas Kaiser mehr als sechs Jahre erfolgreich als Relationship Manager im Wealth Management der Commerzbank in Baden-Baden.
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.