Juni 2026

Monatskommentar Earth Gold Fund UI

Die Edelmetalle verzeichneten einen volatilen Monat, da die Anleger ihre Erwartungen an die künftige US-Zinspolitik anpassten. Robuste US-Konjunkturdaten und eine restriktive Kommunikation der US-Notenbank lösten trotz der anhaltenden strukturellen Unterstützung durch die Goldkäufe der Zentralbanken eine deutliche Korrektur bei Gold und Silber aus.

Zu Beginn des Berichtszeitraums meldete die US-Wirtschaft für Mai einen Beschäftigungszuwachs von 172.000 Stellen und übertraf damit die Konsenserwartung von 85.000 deutlich. Gleichzeitig fiel auch die Inflation höher aus als erwartet: Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,2 %. Gold erhielt zwischenzeitlich Unterstützung durch das vorübergehende Friedensabkommen zwischen den USA und Iran, das die unmittelbaren geopolitischen Spannungen entschärfte. Die Erholung erwies sich jedoch als nur von kurzer Dauer, nachdem die Märkte die Aussagen des neu ernannten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh als restriktiv interpretierten. Dies verstärkte die Erwartung, dass die US-Zinsen länger auf einem höheren Niveau verharren werden.

Mehrere Investmentbanken passten daraufhin ihre Goldpreisprognosen an. Goldman Sachs senkte sein Goldpreisziel für Ende 2026 von 5.400 US-Dollar auf 4.900 US-Dollar je Unze und verwies auf die geringere Attraktivität unverzinslicher Anlagen in einem Umfeld höherer Zinsen. Bank of America hielt hingegen an ihrem Kursziel von 6.000 US-Dollar je Unze fest und begründete dies mit der steigenden US-Staatsverschuldung sowie dem anhaltenden Trend zur strukturellen Entdollarisierung der Weltwirtschaft.

Diese langfristige Einschätzung wird durch die Zentralbanken bestätigt. So erhöhte die chinesische Zentralbank ihre Goldreserven im Mai um weitere zehn Tonnen. Dies war bereits der 19. aufeinanderfolgende Monat mit Nettokäufen und zugleich der größte monatliche Zukauf seit Dezember 2024. Zudem ergab die Central Bank Gold Reserve Survey 2026 des World Gold Council, dass 89 % der befragten Zentralbanken ihre Goldreserven innerhalb der kommenden zwölf Monate weiter erhöhen wollen. Vor diesem Hintergrund schlossen Gold und Silber den Monat bei 4.008 US-Dollar bzw. 58,59 US-Dollar je Unze, was einem Rückgang von 11,7 % bzw. 22,2 % entspricht. Die Korrektur spiegelte sich auch bei den Goldminenaktien wider: Die Indizes GDX und GDXJ verloren 14,5 % bzw. 18,3 %, während der Earth Gold Fund UI im Berichtsmonat 13,75 % verlor.

Der Kursrückgang eröffnete zugleich die Möglichkeit, Positionen in qualitativ hochwertigen Entwicklungsunternehmen aufzustocken, deren Bewertungen trotz erstklassiger Projekte und weit fortgeschrittener Genehmigungsverfahren deutlich unter Druck geraten waren. Im Laufe des Monats besuchten die Berater der Earth-Fonds fünf Projekte in Westafrika, darunter das Bankan-Projekt von Predictive Discovery in Guinea sowie das Koné-Projekt von Montage Gold und das Afema-Projekt von Turaco Gold in Côte d’Ivoire. Diese Vor-Ort-Besuche bestätigten unsere positive Einschätzung im Rahmen der unserer Due-Diligence-Analyse dieser Firmen.

Dr. Joachim Berlenbach

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Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.

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Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.

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