Januar 2026

Monatskommentar Earth Gold Fund UI

Nach einem außergewöhnlich starken Jahr 2025 starteten Edelmetalle mit extremer Volatilität ins neue Jahr. Der Berichtszeitraum war geprägt von einer raschen Neubewertung geopolitischer und fiskalischer Risiken, die Gold und Silber zunächst auf neue Allzeithochs trieben. Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro, erneute US-Drohungen hinsichtlich Grönlands sowie Überlegungen zur Annexion Kanadas erhöhten die geopolitische Risikoprämie signifikant. Parallel blieb das Eskalationsrisiko im Nahen Osten, insbesondere gegenüber Iran, bestehen. In diesem Umfeld fungierten Edelmetalle erneut als primärer Absicherungsmechanismus.

Gleichzeitig verschärfte sich die innenpolitische und geldpolitische Unsicherheit in den USA. Präsident Trump erhöhte den Druck auf die Federal Reserve erheblich. Fed-Chair Powell geriet aufgrund von Budgetüberschreitungen bei Bauprojekten unter strafrechtliche Untersuchung. Darüber hinaus ordnete Trump umfangreiche Käufe von Hypothekenanleihen durch staatliche Wohnungsbauagenturen an, diskutierte eine Deckelung von Kreditkartenzinsen, ein Verbot institutioneller Investoren beim Erwerb von Einfamilienhäusern sowie eine massive Erhöhung des US-Verteidigungsbudgets auf 1,5 Bio. US-Dollar – trotz Rekordständen der Staatsverschuldung. Die Kombination aus fiskalischer Expansion, politischer Einflussnahme und schwindender geldpolitischer Glaubwürdigkeit wirkte klar unterstützend für Edelmetalle. Gold und Silber stiegen bis zu ihren Hochpunkten um 25 % bzw. 64 %. Zusätzliche strukturelle Unterstützung kam im Verlauf des Januars von Zentralbanken: China erhöhte seine Goldreserven den vierzehnten Monat in Folge, während Polen den geplanten Kauf von 150 Tonnen Gold ankündigte.

Die scharfe Korrektur zum Monatsende war technischer Natur. Sie stellte ein klassisches Deleveraging-Ereignis dar und war kein Ausdruck einer fundamentalen Trendwende. Auslöser war zunächst Silber, nachdem die COMEX die Margin-Anforderungen deutlich anhob. Zwangsliquidationen griffen in der Folge auf Gold über, da Investoren liquide Positionen zur Bedienung von Margin Calls abbauten. Die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher Fed-Vorsitzender verstärkte kurzfristig die Volatilität, änderte jedoch nichts an den strukturellen Treibern. Nach dieser notwendigen Bereinigung sehen wir beide Metalle weiterhin klar aufwärtsgerichtet positioniert. Trotz der Korrektur erzielten Gold und Silber im Berichtszeitraum Gewinne von 13,1 % bzw. 19,3 %.

Goldaktien entwickelten sich weiterhin besser als der zugrunde liegende Metallpreis. Kapitalmärkte für Junior- und Developer-Gesellschaften bleiben offen und stark überzeichnet. Die M&A-Aktivität nimmt zu, was die Attraktivität des Sektors unterstreicht. Der Fonds bleibt klar positioniert in unterbewerteten Mid-Cap- und Junior-Entwicklern sowie mit rund 30 % Gewichtung in hoch gehebelten Silberproduzenten.

Dr. Joachim Berlenbach

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Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.

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Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.

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