Mai 2024

Monatskommentar AvH Emerging Markets Fonds UI

Die Fondanteile des AvH Emerging Markets Fonds haben sich im abgelaufenen Monat Mai um 1,8 % verbilligt. Die Performance im bisherigen Jahresverlauf lag damit bei minus 1,5 %. Der MSCI Emerging Markets Index gab im Vergleich dazu im Mai 1,2 % ab. Seit Jahresbeginn liegt er damit 4,3% im Plus.

Die internationalen Börsen konnten im Mai zunächst zulegen; in der zweiten Monatshälfte machte sich aber verstärkt wieder Ernüchterung breit. An den Märkten sickert zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Fortschritte in der Inflationsbekämpfung zurückgehen und dass der Spielraum für Zinssenkungen dadurch vorerst begrenzt bleibt. Dies sorgte insbesondere in den letzten Mai-Tagen für eine Korrektur an den Börsen und an den Rohstoffmärkten.

Beim AvH Emerging Markets Fonds wurde dieser Rücksetzer genutzt, um weitere Aktien aus dem Rohstoffsektor zuzukaufen. Mit Equinox Gold, Orla Mining und Perseus Mining baute das Fondsmanagement signifikante Positionen im Gold-Segment auf, denn Gold ist unter anderem ein sicherer Hafen in Krisenzeiten – und angesichts der derzeitigen geopolitischen Lage kann eine Verschärfung der internationalen Krisen keineswegs ausgeschlossen werden.

Daneben wurden im Mai Aktien der Bergbaugesellschaften Ero Copper und ZCCM aus Sambia erworben. Beide Papiere weisen einen hohen Hebel auf den Kupferpreis auf. Die schon seit Jahren beschworene Kupfer-Knappheit kam zwar nicht so rasch, wie dies einige Analysten erwartet hatten. Dennoch beginnt sich das Szenario eines langjährigen strukturellen Kupfer-Defizits nun zu konkretisieren. Durch die Energiewende wird die Kupfernachfrage sukzessive steigen. Die globale Produktion befindet aber bereits am Anschlag, und wird in den nächsten Jahren allenfalls stagnieren. Gleichzeitig geht durch fallende Kupfergehalte die Ausbeute der Minenunternehmen immer weiter zurück. Neue Projekte sind kaum in Sicht; und es dauert inzwischen zum Teil Jahrzehnte, bis geplante Minen tatsächlich auch in Betrieb gehen können.

Daneben wurde die Positionierung des Fonds im Kohlesektor mit dem Einstieg bei Bowen Coking und Indo Tambangraya und mit Zukäufen bei Mitrabara und Terracom nochmals erheblich ausgebaut. Trotz aller Versuche, Kohle aus Klimaschutzgründen aus der Weltwirtschaft zu verdrängen, stieg der Verbrauch auch 2023 wieder auf einen neuen Rekord. Speziell in der Stahlindustrie ist die Kohlenutzung weiter alternativlos. Wichtige Produzentenländer (wie etwa Australien) vergeben nun aber keine Genehmigungen für neue Produktionsstätten mehr, und immer mehr Länder wollen auch die Finanzierung von Minen und Kohle-Infrastruktur unterbinden. Das Fondsmanagement geht darum davon aus, dass sich die Kohlepreise dadurch auf absehbare Zeit wieder stark erholen werden.


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Matthias Neymeyer ist Wholesale Relationship Manager bei der Greiff capital management AG und betreut die Region Süddeutschland. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom-Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Servicekundenberater und nach einem Wechsel zur Volksbank Breisgau Süd eG als Privatkundenberater tätig. Zuletzt agierte Matthias Neymeyer mehr als vier Jahre erfolgreich als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Süd eG.

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