Januar 2024

Monatskommentar AvH Emerging Markets Fonds UI

Die Fondanteile des AvH Emerging Markets Fonds haben im abgelaufenen Monat Januar 0,3 % an Wert verloren. Der MSCI Emerging Markets Index fiel im gleichen Zeitraum um 3,1%.

Der wesentliche Grund für die bessere Performance gegenüber dem breiten Schwellenländer-Index war, dass der AvH Emerging Markets Fonds weiter nicht in chinesische Aktien investiert. Daneben profitierte der Fonds auch von einer moderaten Erholung des Ölpreises. Im vierten Quartal 2023 hatten die Ölpreise trotz der Produktionsdrosselungen der OPEC und des Krieges im Nahen Osten noch stark korrigiert. Inzwischen scheint bei den Händlern aber – unter anderem angesichts verschiedener Angriffe auf Schiffe im Roten Meer – allmählich ein Umdenken stattzufinden. Der AvH Emerging Markets Fonds ist in Aktien aus dem fossilen Energiesektor vergleichsweise hoch gewichtet.

Neben dem Krieg im Nahen Osten bewegte im fossilen Sektor vor allem eine weitreichende Entscheidung der Vereinigten Staaten die Gemüter. Die Regierung von Joe Biden will vorerst keine neuen Genehmigungen für den Bau von Flüssiggas-Exportterminals mehr vergeben. Sie führte dafür Klimaschutzgründe an; ein mindestens ebenso wichtiges Motiv ist aber wohl der Versuch, die Energiepreise – und damit die Inflation – innerhalb des Landes niedrig zu halten.

Kurzfristig dürfte dies auf die internationalen Energiemärkte zwar nur geringe Auswirkungen haben. Bei den europäischen Alliierten hinterlässt die US-Maßnahme aber dennoch gemischte Gefühle, denn Europas Abhängigkeit von amerikanischen LNG-Lieferungen ist seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs stark gestiegen. Die europäische Wirtschaft steht nun mehr denn je vor einem Szenario, in dem sich ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA wegen erheblicher Energiepreisunterschiede immer weiter verschlechtert.

Viel Beachtung unter Schwellenländerinvestoren finden aktuell auch die Entwicklungen in Argentinien. Der neue Präsident Javier Milei hat den reichen westlichen Ländern kürzlich in seiner vielbeachteten Davos-Rede nichts weniger vorgeworfen, als in den Sozialismus abzugleiten. Für sein eigenes Land plant er drastische Reformen, und die argentinischen Börsen gehen steil nach oben. Die Rallye geht allerdings einher mit einem massiven Kursverfall des Peso und einer Inflation von über 200 %, so dass es sich dabei überwiegend um eine verzweifelte Flucht in Sachwerte handeln dürfte. Der AvH Emerging Markets Fonds hält zurzeit keine argentinischen Aktien; das Management verfolgt aber aufmerksam das dortige Geschehen.


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Matthias Neymeyer ist Wholesale Relationship Manager bei der Greiff capital management AG und betreut die Region Süddeutschland. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom-Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Servicekundenberater und nach einem Wechsel zur Volksbank Breisgau Süd eG als Privatkundenberater tätig. Zuletzt agierte Matthias Neymeyer mehr als vier Jahre erfolgreich als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Süd eG.

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