Juli 2026
Monatskommentar Earth Strategic Resources Fund
Der Juli war erneut von hoher Volatilität an den Rohstoff- und Rohstoffaktienmärkten geprägt. Die wieder aufflammenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran verstärkten die Sorgen über mögliche Störungen der globalen Energielieferketten. Gold (+2,4 %) und Silber (+0,7 %) bewegten sich weitgehend seitwärts, während Kupfer (+4,3 %) und Zink (+2,9 %) ihren Aufwärtstrend fortsetzten. Die strategische Bedeutung kritischer Rohstoffe nimmt weiter zu. Ein im Juli 2026 verabschiedetes US-Dekret verpflichtet Rüstungsauftragnehmer ab dem 1. Januar 2027, kritische Rohstoffe ausschließlich aus den USA oder verbündeten Staaten zu beziehen. Kritische Mineralien werden damit zunehmend zu geostrategischen und verteidigungspolitischen Assets. Gleichzeitig warnt die IEA weiterhin vor ESG-Risiken für die Stabilität globaler Lieferketten.
Kupfer: Angebotsrisiken verschärfen sich
Beim Kupfer haben sich die Angebotsrisiken weiter erhöht. Die Spannungen im Nahen Osten weckten Sorgen über die Verfügbarkeit von Schwefelsäure, einem wichtigen Einsatzstoff für zahlreiche Haufenlaugungsbetriebe in Chile und Zentralafrika. Capstone Mining musste den Einsatz in seiner Mantoverde-Mine bereits einschränken. Gleichzeitig bestätigen die Quartalsergebnisse, dass die Produzenten ihre Kosten gut im Griff haben. Anglo American, Teck Resources, Dundee Precious Metals und Sandfire Resources berichteten von stabilen oder rückläufigen operativen Kosten. Bei Kupferpreisen nahe Rekordniveau führt dies zu einer weiteren Margenausweitung und schafft Spielraum für höhere Dividenden und Aktienrückkäufe. Besonders relevant ist die strategische Neuausrichtung von Codelco. Der neue Verwaltungsratspräsident Bernardo Fontaine will künftig Profitabilität gegenüber Produktionswachstum priorisieren. Da Codelco rund 8–10 % der weltweiten Kupferminenproduktion liefert, könnte diese veränderte Priorität einen strukturell angespannten Kupfermarkt begünstigen.
Auch wetterbedingte Risiken nehmen zu. Ein mögliches starkes El-Niño-Ereignis ab Herbst könnte die Kupferproduktion in Chile und Peru sowie den Schiffsverkehr durch den Panamakanal beeinträchtigen. Die jüngsten Winterstürme in Chile haben die operative Anfälligkeit zusätzlich verdeutlicht.
Strukturelle Nachfrage bleibt stark
Der langfristige Nachfrageausblick verbessert sich weiter. Der steigende Strombedarf von Rechenzentren treibt Investitionen in Übertragungs- und Verteilnetze. Während China seine Netzinvestitionen bereits deutlich erhöht hat, besteht in den westlichen Volkswirtschaften weiterhin erheblicher Nachholbedarf. Dies dürfte Kupfer über Jahre strukturell unterstützen.
Edelmetalle bleiben attraktiv
Auch der Edelmetallsektor ist gut positioniert. Stärkere Bilanzen, disziplinierte Kapitalallokation sowie Aktienrückkäufe reduzieren die Abwärtsrisiken und erhöhen die Hebelwirkung gegenüber steigenden Gold- und Silberpreisen. Eine erneute Kapitalrotation in Gold- und Silberminenaktien könnte daher zu einer weiteren Outperformance des Sektors führen.
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Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer
Head of Sales – Business Development Manager Wholesale IFA | Pools | Vertriebe
Matthias Neymeyer ist Head of Sales bei der Greiff capital management AG. In dieser Position verantwortet er die Vertriebserfolge der Greiff-eigenen Fonds wie auch der PartnerLOUNGE Fonds und leitet das Sales-Team. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Volksbank Freiburg eG war der Diplom Bankbetriebswirt (ADG) zunächst als Service- und Privatkundenberater tätig, gefolgt von 4 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Vermögensmanager im Private Banking der Volksbank Breisgau Markgräflerland eG. Vor seiner Ernennung zur Führungskraft ist er über 6 Jahre lang als Relationship Manager Wholesale für Süddeutschland bei der Greiff capital management AG tätig gewesen.
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Andreas Kaiser ist Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients bei der Greiff capital management AG. Nach seiner Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Commerzbank AG in Karlsruhe war der Bankfachwirt acht Jahre im Retailbanking tätig. Zuletzt agierte Andreas Kaiser mehr als sechs Jahre erfolgreich als Relationship Manager im Wealth Management der Commerzbank in Baden-Baden.
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz
Business Development Manager – Wholesale Banken & Institutional Clients
Sultan Deniz bringt seit Mai 2025 als Business Development Managerin – Wholesale Banken & Institutional Clients ihre weitreichende Expertise und Branchen-Erfahrung bei der Greiff capital management AG ein.
Die Diplom-Betriebswirtin (FH) hat davor im Sales-Bereich für namhafte Asset Manager wie Threadneedle, Schroders, M&G und QC Partners gearbeitet. Zuletzt ist sie als Senior Institutional Sales erfolgreich tätig gewesen.